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Projekt „Urbane Waldgärten – Mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional“ in Berlin-Britz startet

Das Projekt „Urbane Waldgärten – mehrjährig, mehrschichtig, multifunktional“ hat zum Ziel, multifunktionale Waldgärten in verschiedenen Konstellationen umzusetzen und Betreibergemeinschaften zu entwickeln. Waldgärten zeichnen sich durch eine strukturelle Ähnlichkeit zu natürlichen Wäldern aus, die durch eine Mehrschichtigkeit von vorwiegend obst- und nusstragenden Bäumen und Sträuchern, sowie einer Gemüse- und Kräuterschicht erreicht wird. Dabei kann durch diese naturnahe Lebensmittel-Anbauweise eine Verbesserung ökologischer Funktionen erreicht werden und Orte für Erholung und Umweltbildung entstehen.

Das Hauptziel des Projektes ist die praktische Erprobung von Waldgärten im urbanen Raum, die dauerhafte Etablierung der mit dem Projekt realisierten Waldgärten sowie die praktische Entwicklung übertragbarer Ansätze für andere Städte in Deutschland.

Bei dem Teilprojekt in Berlin-Britz soll eine Kleingartenersatzfläche in eine innovative Kleingartenanlage mit verschiedenen (Wald-)Gartenformen - einem Gemeinschaftsgarten, neuen Parzellenformen sowie einem großen Anteil öffentlicher Flächen - zu einem Waldgarten-Kleingartenpark und Umweltbildungsstandort entwickelt werden.

Träger des Berliner Gesamtprojektes ist der Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner e.V. Das Projekt ist ein Umsetzungsprojekt im Rahmen des „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ (näheres unter www.urbane-waldgaerten.de). Das Verbundprojekt mit den Standorten Berlin und Kassel wird von der Universität Potsdam koordiniert und wissenschaftlich begleitet. Es sieht einen engen fachlichen Austausch und eine interdisziplinäre Kooperation zwischen Praxis und Wissenschaft vor. Träger des Teilprojektes "Umweltbildung" ist der Verein Freilandlabor Britz e.V., Förderverein zur Naturerziehung im Britzer Garten. Die Laufzeit des Projektes ist auf 6 Jahre angelegt.

Im Rahmen des Teilprojekts „Umweltbildung“ sollen Umweltbildungsangebote für Schulen, Kindertagesstätten, aber auch für Familien und Erwachsene entwickelt werden. Ebenso soll das Veranstaltungsangebot, z. B. an den Wochenenden, für alle Alters- und Zielgruppen aufgebaut werden. Die Kontakte zu Einrichtungen der umliegenden Stadtquartiere sollen zudem entwickelt und intensiviert werden, um möglichst kontinuierliche Lerngruppen aufzubauen. Für die Umweltbildungsarbeit wird eine spezielle Fläche auf dem Gelände zur Verfügung stehen, aber auch der Bereich des Gemeinschaftsgartens und das gesamte Gelände des Projektes werden in die Umweltbildungsarbeit einbezogen. Ziel ist, umweltpädagogische Potentiale des Urbanen Waldgartens herauszuarbeiten, um dieses Projekt dauerhaft als Lernort zu betreiben. Vor allem sollen Waldgärten im städtischen Freiraum als umweltpädagogische Lernorte in Parkanlagen, Schulen, Umweltbildungseinrichtungen u.a. etabliert werden.

Für die Entwicklung der Umweltbildungsarbeit suchen wir eine/n Mitarbeiter/in ab 1. Mai 2021, die mit viel Engagement und Motivation im Projekt mitarbeiten möchte. Nähere Informationen können der Stellenbeschreibung entnommen werden. Bewerbungen nehmen wir bis zum 16. April 2021 per E-Mail entgegen.

 


Wichtiger Hinweis!

Gemäß der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats muss der Ausstellungsraum im Umweltbildungszentrum bis 24. April 2021 schließen. Ebenso sind sämtliche Veranstaltungen - auch Führungen im Freien - abgesagt. Die Außenausstellung beim Umweltbildungszentrum ist zugänglich - wir bitten jedoch, die Abstandsregeln einzuhalten.

 


 

Noch ein Tipp für Ostern

Wir haben noch schnell einen Familientipp erstellt mit Anregungen zum Basteln.

Familientipp_2021_2

 


 

Direkt am Umweltbildungszentrum im Britzer Garten:

Das große Puzzle

Für alle Puzzle-Freund*innen haben unsere FÖJ-lerinnen ein Klett-Legespiel hergestellt. Aber Achtung: Die ungewöhnlichen Formen der Puzzleteile machen die Sache ganz schön knifflig!

 

Das Fensterquiz für kleine und große Wissenschaftler*innen

Nachdem unsere ersten beiden Raterunden für Erwachsene und Kinder rund um das Umweltbildungszentrum so gut angenommen wurde, haben wir nun Fragen für kleine und große Wissenschafter*innen zusammengebastelt. Diesmal ist nicht nur biologisches Wissen gefragt! 26 mal könnt ihr euch hier ausprobieren und Spannendes und Lustiges erraten - viel Spaß!

 


Jetzt neu: Unterrichtsmaterial und Rallyes finden Sie in unserem Downloadbereich!

 


 

März 2021: Niststandort für Wildbienen im Britzer Garten geschaffen

Über 70% aller Wildbienenarten nisten im Boden, die sogenannten Wildbienenhotels nützen Ihnen also nicht! Bodenbewohnende Wildbienen brauchen sonnige sandige Stellen, die wenig oder gar nicht bewachsen sind. An solchen Stellen graben sie kleine Löcher, in die sie ihre Eier legen. Wer Wildbienen helfen will, sollte also nicht nur hohle Stängel und angebohrtes Holz anbieten, sondern auch eine voll besonnte offene Bodenstelle oder einen Sandhaufen.

Zusammen mit der Grün Berlin GmbH haben wir ein Stück Wiese von Gras befreit und Sand aufgetragen. Jetzt sind wir gespannt, ob wir dort Seidenbienen oder Sandbienen beobachten können!

Übrigens: Wildbienen stechen nicht! Die meisten Arten haben zwar einen Stachel, sind aber erstens vollkommen uninteressiert an Menschen und zweitens so zart gebaut, dass sie mit ihrem Stachel gar nicht durch unsere Haut kommen.

 

 

Kontrolle des Krötenzauns im Britzer Garten

März 2021: Krötenzäune im Britzer Garten

Seit einigen Jahren baut das Freilandlabor Britz e.V. im Frühjahr sogenannte Krötenzäune auf. Durch die milde Witterung standen die niedrigen Zäune in diesem Jahr schon ab Ende Februar und müssen nun jeden Tag auf wandernde Kröten und andere Amphibien kontrolliert werden. Kröten, Teichmolche und Grasfrösche verbringen den Sommer, Herbst und Winter in strukturreichen Wäldern, Gärten und Parks. Nur im Frühling wandern sie zu Gewässern, um sich zu paaren und ihre Eier abzulegen.

 Auf ihre jährlichen Wanderungen sind sie vielfältigen Gefahren ausgesetzt, vor allem durch den Autoverkehr. Um das zu verhindern, werden Krötenzäune vor allem an stark befahrenen Straßen in Gewässernähe aufgebaut. Im Britzer Garten haben die Zäune vor allem den Sinn, herauszufinden, wo die meisten Tiere überwintern und wohin sie wandern.

 

 

 


  Schildkroeten und Enten
Ab April 2021 starten wir wieder mit unserer Aktion:Schildkrötenzählung im Britzer Garten

Seit vielen Jahren gibt es Rotwangen- oder Gelbwangen-Schmuckschildkröten in den Gewässern des Britzer Gartens sowie in anderen Berliner Parkgewässern. Sie gehören nicht zur heimischen Tierwelt und sind seit 2016 als invasive Arten in der EU eingestuft. Der Verkauf, die Zucht und die Haltung ist verboten. Das Freilandlabor Britz will auch in diesem Jahr wieder eine Zählung der Schmuckschildkröten im Britzer Garten durchführen, die Aufenthaltsorte erfassen und prüfen, ob sich die Tiere eventuell vermehren. Daher benötigen wir Ihre Mithilfe! Wir würden uns freuen, wenn Sie uns melden, wann und wo Sie Schildkröten im Britzer Garten beobachtet haben. Weitere Informationen finden Sie unter .....

 

 


 

 

 

 

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